Welt-Klima am Scheidewege!
Heimbach-Eifel, 11.03.2007

Erde im All169x169.jpg Mit Interesse las ich "Tod eines Systems" von Hajo Wolf im Blog des "Kölner Stadtanzeigers". Hajo Wolf hat glasklar analysiert, wie der Kapitalismus brutale Formen angenommen hat. Wie unser gesellschaftliches, politisches System im höchsten Grade marode, korrupt und wie weiland das römische Reich zum Untergang verurteilt ist. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Jedoch er hat noch einen evidenten Missstand übersehen und damit wird sein Artikel fast bedeutungslos: Überschattet und überlagert wird dieses Problem aber noch von einem weit schlimmeren, katastrophalen Zukunfts-Menetekel, das sich immer deutlicher am Horizont abzeichnet:

Die globale Klimakatastrophe!

Es sind die gleichen Kriterien, die Hajo Wolf in seinem Blog angibt. Um Hajo Wolf zu zitieren: »Verfall von Moral und Ethik, Ersatz dieser Werte durch Egoismus und Vergnügungs-/Konsumsucht«.

Hinzuzufügen wäre, last but not least, Bequemlichkeit, Macht- und Besitz-Erhaltung, gepaart mit Ignoranz und Korruption.

Diese verwerflichen und letztendlich verhängnisvollen Adjektive der modernen Gesellschaft sind die Wegbereiter des Untergangs der gesamten Menschheit und des unweigerlichen Aussterbens aller Lebewesen auf diesem Planeten.

aber-Heinz Prof.jpg Bereits vor mehr als 30 Jahren (!) hat Professor Heinz Haber in einer Fernseh-Serie vor dieser äußerst bedrohlichen, negativen menschlichen Einwirkungen auf die Natur im Allgemeinen und auf das Klima im Besonderen gewarnt. Damals beschrieb Haber den Ernst der Situation anschaulich mit den Worten: »Es ist 5 Minuten vor 12 Uhr«!

Wie "spät" es demnach hier und heute ist, mag sich jeder selbst ausrechnen!

Professor Haber riet damals dringend, sofort mit dem Natur- und Klimaschutz zu beginnen. Auf öffentlichen Druck von Greenpeace und der Partei der Grünen wurden erste Ansätze gemacht, die aber bei weitem nicht ausreichend waren. Bis heute jetten jährlich hunderttausende Urlauber mit dem Billigflieger in den Süden oder gar in ferne Kontinente. Sie bedenken nicht, dass sie damit gleichzeitig tausende Tonnen von CO² in der Atmosphäre freisetzen, dem Klima-Killer Nr. 1.

Oft genug zu beobachten: Bis heute fahren Mütter mit dem Auto ihre Kinder in den nahe gelegenen Kindergarten, in die Schule, oder zu sonstigen Zielen, die sie auch zu Fuß erreichen könnten. Männer wollen da nicht zurückstehen und benutzen ihr Auto, nur um mal eben den nächsten Zigarettenautomaten anzufahren. Das alles ungeachtet hoher Benzinpreise! Die Füße beiderlei Geschlechts werden bei vielen Leuten oft nur zum Gas geben und bremsen benutzt. Was bei diesem gedankenlosen Tun herauskommt? Wieder jede Menge von unserem Klima-Killer Nr. 1, dem CO²!

Die im Augenblick von den Politikern geplanten Gesetze für einen Klimaschutz sind nur Flickschuster- und Augenwischerei, da die entsprechenden Gesetze erst auf lange Sicht abzielen und greifen sollen. Ein wirklicher Klimaschutz ist nach heutigem wissenschaftlichen Stand niemals zu erreichen, dagegen sprechen die oben erwähnten Eigeninteressen jedes Individuums bis hin zu den Interessen ganzer Völker und Staaten dieser Welt.

Eine Chance bliebe vielleicht noch:

Nur eine sofortige, radikale Umkehr unser aller Lebensgewohnheiten, umweltbewusstes Umdenken in allen Bereichen könnte nur eine einzige, kompetente Weltregierung mit der konsequenten Umsetzung eines Umwelt-Notprogramms vielleicht noch schaffen.

Aber dieses Szenario ist leider Utopie! Wir wissen es alle.

Wir müssen leider die Hoffnung zu Grabe tragen, denn der Zug zur Abwendung der Klimakatastrophe ist längst abgefahren!

Wirklich entsetzlich und bedauerlich zugleich für die jüngeren und künftigen Generationen !


Erde-trocken.jpg 200 Jahre Raubbau der Natur durch die Industrialisierung haben genügt, mit immer mehr Müll, steter Verunreinigung der Meere, des Wassers und anderer fataler menschlicher Eingriffe im Bio-Rhythmus, aus unserem schönen, blauen Planeten eine sich langsam zum Wüstenplaneten entwickelnde Erde zu machen. Allen Lebewesen, die mit dem Organ Lunge ausgestattet sind, wird die Luft zum Atmen genommen, weil diese mit Abgasen verpestet ist. Überlebenschancen auf dieser Erde haben allenfalls die Insekten.

Wir folgern logisch, es bedarf keinesfalls eines atomaren Krieges, um die Menschheit auszulöschen, dass schafft der Mensch ohnehin einfacher, indem er so weiter lebt wie bisher! Die Menschheit sägt sich selbst den Ast ab, auf dem sie sitzt.

"Homo sapiens, sapiens", der angeblich über so viel Intelligenz verfügt, erkennt einfach nicht, dass das gestörte ökologische Gleichgewicht auf Dauer schließlich sein nicht allzu fernes Ende bedeutet. Der Mensch wird keine Millionen Jahre die Erde bevölkern, wie einst die Dinosaurier, die ebenfalls durch eine (natürliche) Katastrophe ausgelöscht wurden!

Verantwortlich für diese apokalyptischen Aussichten sind die Generationen, die den "Segen" der Industrialisierung genossen haben und noch genießen. Sie duldeten und forderten sogar, dass die Ressourcen der Erde rücksichtslos ausgebeutet wurden und noch werden. Immer größer musste jedes Jahr das Wirtschafts-Wachstum ausfallen, meistens auf Kosten der Umwelt.

Augen zu und durch, ist immer noch die Devise.

Viele Menschen, selbst Politiker, denken wie ein einfältiger Bauarbeiter, der vom Gerüst eines Wolkenkratzers fällt und gerade den 26. Stock passiert: "... bis jetzt ist ja noch alles gut gegangen!"

Jeder Autofahrer, jeder Fluggast, jeder Verbraucher von Energiequellen, also DU und ICH, muss sich an die Brust schlagen und "mea culpa, mea maxima culpa" rufen! Wir alle haben dem Popanz "Lifestyle" gehuldigt und die Bequemlichkeiten des "Fortschritts" in Anspruch genommen.

Mars-Planet.jpg Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird die Erde einen ökologischen Kollaps erleiden, dann werden auf unsererem ehemals schönen blauen Planeten lebensfeindliche Bedingungen wie auf dem Mars (Bild links) herrschen. Diese Apokalypse wäre dann unser aller verdammter Schuld! Wahrscheinlich werden uns künftige Generationen, die dem Aussterben geweiht sind, dafür bis in alle Ewigkeit verfluchen!

Vielleicht wird sich die ökologisch zerstörte Erde nach, was weis ich, tausenden von Jahren wieder erholen, aber dann werden keine Menschen mehr existieren , die sich daran erfreuen könnten.

Diesen Artikel habe ich mit fast identischem Text aber unter dem Titel »Tod nicht nur eines Systems« auch im »Blog« des »Kölner Stadtanzeiger« veröffentlicht. Diesen Artikel mit bisher 8 Kommentaren von Lesern finden Sie unter diesem Link.

Friedhelm Rubach


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