Geplante Zumutung!

Heimbach/ Eifel, 31.03.2012
Bild-Grau_C-right.jpg Dass der Heimbacher Bürgermeister Züll und ein Großteil der Stadträte keine Naturliebhaber sind, dass haben sie bereits mit der Bewilligung und Förderung des Projektes „Resort Eifeler Tor“ als Feriendorf unterhalb des Rursee-Staudamms Schwammenaul bewiesen. (siehe Artikel „Eifeler Landschafts-Zerstörer“ - Link siehe oben -)
Die Belange der Hasenfelder Bürger tangierten ihn dabei nur peripher!

Neuerdings setzen diese „Bürgervertreter“ noch einen drauf und haben den Flächennutzungsplan zugunsten eines geplanten Freizeitparks am Untersee geändert. Zu lesen in der amtlichen Bekanntmachung vom 15.02.2012. Durch diese Änderungen sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für die Anlegung eines Waldseilgartens und einer Luftseilbahn im Bereich Schwammenauel geschaffen werden.

Plan Waldseilgarten_149x188.jpg (Siehe Flächennutzungsplanes der Stadt Heimbach und zur 5. Änderung des Bebauungsplanes B1 „SO Schwammenauel“ rechts) vergrößern ico_lupe.gif

Schon wieder sollen Grünflächen für einen „Open Air Zirkus“, sprich Freizeitpark, zugunsten des holländischen Investors des „Resort Eifeler Tor“ geopfert werden, ohne Rücksicht auf die Belange der hiesigen Hasenfelder! Da fragt man sich doch, mit welchen Mitteln sich Mijnheer van Schaik einen so großen Einfluss auf den Heimbacher Bürgermeister und den Stadtrat gewonnen hat?

Zuerst wurde das Projekt Feriendorf „Resort Eifeler Tor“ unter Missbilligung und Protest der Hasenfelder Bürger verwirklicht, nun sollen die potenziellen Feriengäste auch hier ihr Freizeitvergnügen ausleben können. Erfahrungsgemäß geht dieses Spektakel in jedem Falle lauthals vor sich. Alles auf Kosten der Lebensqualität der Hasenfelder! Nicht zu vergessen, Biber und andere Tiere werden sich im unteren Ausgleichsbecken (Untersee) wohl nicht mehr ansiedeln!
Die haben schon genug vom Lärm der Kanufahrer gehabt, die im Sommer regelmäßig dieses Gebiet für sich in Anspruch nehmen und keine Rücksicht auf die Schwäne nehmen.

Das geplante Gelände für den Freizeitpark liegt auch noch ganz in der Nähe des Jugendstil-Kraftwerkes, das sich im Gesamtbild der Landschaft harmonisch einfügt. Seitdem man das Jugendstilkraftwerk auch noch als kulturellen Austragungsort für die alljährlichen Konzerte „Spannungen“ aufgewertet hat, passt der geplante Freizeitpark mit zu erwartendem hohem Lärmpegel in keiner Weise in diese Umgebung. Man kann dazu ganz simpel sagen: „Das passt wie die Faust aufs Auge“!

Im Grunde haben wir älteren Bürger ja nichts gegen so einen Freizeitpark für die Jugend, dann aber bitte an geeigneten Stellen, wo sie keine Belästigung für Anwohner sind und keinen landschaftlichen Stilbruch begehen!

Apropos Lärmpegel, der von diesem Spaß- und Freizeitpark unweigerlich ausgehen wird, wird die Wohnqualität der Hasenfelder Einwohner in erheblichem Maße beeinträchtigen. Potenziert wird dieser Lärm durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Hasenfelder Kleestraße, wo heute schon die Lärmbelästigung durch Missachtung der „Zone 30“ durch nicht angepasste Geschwindigkeit in diesem Bereich groß ist.

Unter diesen Aspekten sehen ins besondere die Anwohner der Kleestraße und Goldkuhl mit Recht ihre Wohn- und Lebensqualität sehr bedroht, die auch allesamt Naturliebhaber sind und die Natur selbstverständlich respektieren. Mit Grausen schauen heute die Hasenfelder in Richtung auf das halbfertige Feriendorf, das eher wie ein besserer Campingplatz aussieht und das sich als hässliches Gebilde dort oben präsentiert, wo einst Galloway Rinder auf grüner Wiese ein beschauliches Bild boten. Selbst „eingefleischte“, immer wiederkehrende Gäste sind entsetzt, was aus dem einst idyllischen Fleckchen Erde geworden ist.

In der Heimbacher Stadtverwaltung scheinen die Ratsherren- und Damen, allen voran der Bürgermeister Züll, das Gespür für die Erhaltung der Natur total verloren zu haben, aber sie nehmen kurioser Weise für sich in Anspruch, Heimbach als das „Tor zum Nationalpark“ zu titulieren. Das grenzt schon an Zynismus!

Hier möchte ich Charles Darwin zitieren:
" Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand."

Gott sei dank ist der Freizeitpark noch in der Planung und auch noch nicht von der Bezirksregierung „abgesegnet“! Es ist aber Eile geboten, dieses Projekt für den geplanten Standort mit einer Eingabe an die Stadt Heimbach zu verhindern.

Freundlicher Weise hat eine stadtbekannte Eingabe an die Stadt_01-148x209.jpg vergrößern ico_lupe.gif Persönlichkeit sich dieses Problems angenommen und eine Initiative ergriffen, die eine Eingabe an die Stadt Heimbach in Form einer Unterschriftensammlung vorsieht und zum Ziel hat, die Planung des Freizeitparks am Untersee zu verwerfen und nach einem anderen Standort zu suchen, der keinen störenden Einfluss auf Anwohner haben kann.

Man kann als Hasenfelder Bürger nur inständig hoffen, dass diese Petition Erfolg haben wird!

Friedhelm Rubach


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