Blauer Planet in Gefahr!
Heimbach-Eifel, 18.10.2018

Nur eine Erde.jpg Bereits vor mehr als 50 Jahren (!) hat Professor Heinz Haber in einer Fernseh-Serie vor diesen äußerst bedrohlichen, negativen mensch­lichen Einwirkungen auf die Natur im Allgemeinen und auf das Klima im Besonderen gewarnt. Damals beschrieb Haber den Ernst der Situation anschaulich mit den Worten: Haber-Heinz Prof.jpg»Es ist 5 Minuten vor 12 Uhr«!

Professor Haber riet damals dringend, sofort mit dem Natur- und Klimaschutz zu beginnen. Auf öffentlichen Druck von Greenpeace und der Partei der Grünen wurden erste Ansätze gemacht, die aber bei weitem nicht ausreichend waren.

Bis heute wurden im Laufe der Jahre die negativen Veränderungen des Klimas immer deutlicher sichtbar und auch spürbar. Spürbar vor allem, weil schon viele Menschen bei gewaltigen Naturkatastrophen ums Leben kamen, oder ihrer Existenz beraubt wurden.

Aktuell am 09.10.2018 erreichte die Weltöffentlichkeit eine Alarm-Meldung aus der Südkoreanischen Küstenstadt Incheon, wo der Weltklimarat tagte, dieser kam zu der Erkenntnis, dass die Erderwärmung um 1,5 Grad kaum aufzuhalten ist! Weiter heißt es da: „Es geht nicht mehr darum, ob der Klimawandel den Planeten für immer zum Schlechteren wandelt, sondern nur noch um das Ausmaß der Klimakatastrophe. Das macht der Weltklimarat in einem neuen Bericht deutlich. Er erhöht den Druck auf die Politik.

Die Risiken der Erderwärmung lassen sich nach Ansicht des Weltklimarats IPCC durch die Begrenzung auf 1,5 Grad einigermaßen einschränken. Dies Ziel könne aber nur durch einen raschen Wandel auf allen Feldern erreicht werden. Zwei Monate vor dem nächsten UN-Klimagipfel warnen die Forscher in einem Bericht davor, was schon bei einer Erwärmung um 1,5 Grad Celsius passieren kann - und erst recht dann bei 2 Grad!

Posthum gibt der neue Stand des Klimaproblems Herrn Professor Heinz Haber mit seinen Prophezeiungen von damals vollkommen Recht! Leider störte es die Welt herzlich wenig, was der Professor einst voraussagte. Es wurde weiter sorg- und gewissenlos die Umwelt mit Emissionen und Müll belastet. Nur die Proteste einschlägiger Aktivisten wie Greenpeace, NABU, WWF & Co wurden immer lauter und bei Demonstrationen in der ganzen Welt immer eindringlicher, bis allmählich auch einige wenige Politiker ihre ambivalente Einstellung zum Klimaschutz aufgaben.

So war es dann möglich, dass im Japanischen Kyoto das sogenannte Kyoto-Protokoll entstand, wobei UN-Delegierte in mehreren Sondierungsgesprächen ein Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen erarbeiteten. Am 11. Dezember 1997 wurde ein Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes geschaffen. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene Abkommen legt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

Bis Anfang Dezember 2011 haben 191 Staaten sowie die Europäische Union das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Die USA haben 2001 die Ratifikation des Protokolls abgelehnt, Kanada hat leider am 13. Dezember 2011 seinen Ausstieg aus dem Abkommen bekannt gegeben.

In 5 Jahre langen Verhandlungen einigten sich die Vertrags-Staaten auf eine 2. Verpflichtungs-Periode („Kyoto II“), die 2013 beginnen sollte. Nachdem 144 Mitglieds- Staaten die neuen Bedingungen des Kyoto II akzeptierten. Bis November 2017 hatten aber nur 94 Staaten die Bedingungen ratifiziert. Polen blockierte bis Dato die Ratifizierung der EU, ihre veralteten Kohlekraftwerke sollten erst durch „saubere“ ersetzt werden.

Die wichtigsten Klimaschutzgipfel seit 1992:

Seit dem Startschuss für eine internationale Klimapolitik auf dem Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro finden seit 1995 jährlich die UN-Klimagipfel statt, auf der Staatsoberhäupter der ganzen Welt über den Klimaschutz beraten. Wir haben die wichtigsten Konferenzen und Meilensteine des Klimaschutzes aus den vergangenen Jahren für Sie zusammengefasst.

Die wichtigsten Klimaschutzgipfel von 1992 bis Ende 2018 in Kattowitz

Man sieht, wie mühsam und schwerfällig die globalen Bemühungen sind, die einzelnen Staaten in endlosen Verhandlungen in punkto Klimaschutz auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Derweil werden weiter CO2 und Stickoxide in hohem Maße von Verbrennungsmotoren ausgestoßen, die die Umwelt belasten und die Gesundheit der Menschheit gefährdet. Mehrere Staaten können oder wollen nicht die vorgegebenen Richtwerte des Klimaschutzes einhalten, dazu gehört leider auch die Bundesrepublik, die schon mal Vorreiter im Klimaschutz war. Die Klimaschutz Bemühungen hinken gewaltig hinter der expandierenden Erderwärmung her und das Tempo dieses Phänomens wird immer rasanter!

Viele Fakten, wie sie unten in 5 Kapiteln aufgeführt sind, geben Aufschluss darüber, dass der angestrebte Klimaschutz nur ein „Klima-Schützchen“ bleibt, das nicht ausreichen wird, das Problem Klima-Kollaps auf der Erde zu lösen oder gar zu verhindern:

Zum schnellen Auffinden der einzelnen 5 Kapitel hier die Links:

Klimakiller Numero 1, der weltweite Flugverkehr

Klimakiller Numero 2, das Auto

Klimakiller Numero 3, Braunkohlen-Kraftwerke

Klimakiller Numero 4, Kreuzfahrtschiffe

Klimakiller Numero 5, Methan-Gas

Warnung vom Wissenschaftler Stephen Hawking

Klimakiller Numero 1, der weltweite Flugverkehr

startendes Flugzeug.jpg Ob jung, ob alt, ob reich, oder nicht ganz arm, sowie Politiker und Geschäftsleute starten zu tausenden täglich von den Flughäfen, um auf diesem Wege schneller an ihre Ziele zu gelangen. Bis heute jetten jährlich Milliarden Urlauber mit dem Billigflieger in den Süden oder gar in ferne Kontinente. Sie bedenken alle nicht, dass sie damit gleichzeitig tausende Tonnen von CO² in der Atmosphäre freisetzen!

Weltweit waren 2017 mehr als 4 Milliarden Flugreisende unterwegs, nie zuvor waren es mehr Passagiere, aber auch Frachten für den täglichen Bedarf wurden auf dem Luftweg befördert. Die Statistiken sagen aus, dass 2016 der weltweite Umsatz der Airlines sich auf 502 Milliarden US-Dollar belief. Die Prognosen deuten für das Jahr 2018 auf etwa 590 Milliarden US-Dollar hin. Der Flugverkehr boomt und die CO2-Emissionen des Flugverkehrs wachsen rasant. Da die Airlines für den Treibstoff Kerosin bisher keine Steuern zu entrichten brauchen, konnten „Billig-Airlines“ noch mehr Fluggäste anlocken, die sonst andere Verkehrsmittel benutzten, um in den Urlaub oder täglich von A nach B zu kommen.

Neben den öffentlichen Haushalten belastet also der Flugverkehr maßgeblich das Weltklima. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen klimaschädliche Abgase. Sie bestehen überwiegend aus Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickoxiden. Die Auswirkungen dieser Stoffe sind in großer Höhe rund dreimal größer als am Boden und vergrößern so den Treibhauseffekt entsprechend. Bis zu 100 Jahren bleiben die Schadstoffe in der Atmosphäre und bewirken Umweltschäden, die niemand mehr ungeschehen machen kann.

Laut Recherchen und Berechnungen von VDC (Vehicle Dynamics Control) wird deutlich, wie klimaschädlich der Flugverkehr ist: Bei einem Flug von Frankfurt in die Dominikanische Republik entstehen pro Passagier rund 2,8 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Um die Klimaerwärmung in verträglichen Maßen zu halten, dürfte jeder Mensch im Schnitt nur drei Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen, davon eine Tonne für Mobilität. Wer einmal in die Karibik und zurückfliegt, hat sein klimaverträgliches Jahresbudget somit schon deutlich überschritten! Nur wenige Menschen wollen auf den Luxus eines erlebnisreichen Urlaubs verzichten und Leute, die es sich leisten können, machen eine Fernreise mit dem Flieger sogar mehrmals im Jahr! Es werden aus Bequemlichkeit und „Erlebnishunger“ alle Warnungen vor dem Klima-Kollaps einfach in den Wind geschlagen!

Klimakiller Numero 2, das Auto

Das erste funktionstüchtige Automobil wurde im Jahr 1863 vom Franzosen Étienne Lenoir erfunden. Mit seinem Vehikel „Hippomobile“ machte Lenoir eine 18 km lange Fahrt; es war das erste Fahrzeug mit einem internen Verbrennungs-Motor. Bereits ein Jahr später, 1864, gründete Micolaus August Otto mit zusammen mit Eugen Langen die weltweit erste Motorenfabrik N. A. Otto & Cie. in Köln. Konstrukteur Micolaus August Otto entwickelte bis 1876 im Anschluss an einen 1860 patentierten 2-Takt-Gasmotor von Lenoir einen Viertaktmotor, der bahnbrechend für die Weiterentwicklung des typischen Otto-Motors wurde. Konkurrenz bekam der Otto-Motor nach 1893 vom Diesel-Motor, benannt nach seinem Erfinder Rudolf Diesel, dem es im Labor der Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (heute MAN) erstmals gelang, das Prinzip der Selbstzündung des Kraftstoffes (Diesel) bei einem Motor anzuwenden.

Auto-Auspuff.jpg Damals ahnte niemand, welche rasante Entwicklung und weltweite Verbreitung das Automobil bis heute nehmen würde. Ebenfalls konnte sich Keiner vorstellen, dass im 21. Jahrhundert die Abgase der Verbrennungsmotoren eine viel zu große Belastung für die Umwelt würde.

Zurzeit beläuft sich der Weltbestand von Autos auf über 1,27 Milliarden! Dieser Bestand erhöht sich seit Jahren fast genau um 1 Auto pro Sekunde! Laut neuesten Studien soll es im Jahre 2050 bis zu 2,7 Milliarden Autos auf der Erde geben!
(Quelle: http://www.live-counter.com/autos/)

Die Entwicklung selbstfahrender Autos könnte die steile Kurve nach oben, was den Weltbestand an Autos betrifft, einen schlagartigen Knick verpassen. Carsharing in einer neuen Form trüge dazu bei, dass kaum noch jemand ein eigenes Auto besitzen muss, um von A nach B zu kommen. Da die Einsparungen immens wären, würden evtl. viele diesen Weg wählen.

Wenn dieser rückwärts gerichtete Trend wirklich eintreten würde, wäre das für den Klimaschutz eine positive Entwicklung, wenn man bedenkt, dass jedes Auto pro Jahr durchschnittlich einen CO² Ausstoß von rund 2,8 Tonnen hat, kann man diese Zahl mit 1,27 Milliarden hochrechnen, dann hat man ungefähr die unglaubliche Summe von 3.6 Milliarden Tonnen CO², die man nicht auf einem Haufen sichtbar vorfinden kann, sondern dauerhaft in der Luft schweben und eingeatmet werden!

Die Politik hatte schon vor Jahren der Autoindustrie Grenzwerte bei der CO² Emission vorgeschrieben, die die Autobauer durch verdeckte Manipulationen an den Dieselmotoren wieder ausgehebelt haben. Als der Schwindel aufgedeckt wurde, nahmen die Kunden in den USA mit Unterstützung der amerikanischen Justiz die deutschen Hersteller in die Pflicht, sodass diese Regressansprüche der Amis anerkennen mussten und VW, Audi & Co. einige Millionen Dollar an US-Kunden zahlen mussten. Nur die deutschen Diesel-Kunden wurden von Regierung und Gesetz schmählich im Stich gelassen und gingen bis Dato leer aus.
Der neueste Trend der Auto-Käufer zeigt an, dass SUV’s und Geländewagen beim Kauf eines neuen Autos die Renner sind, obwohl sie einen höheren Spritverbrauch und mehr CO² Ausstoß haben. Wo bleibt da die die Vernunft und Rücksichtnahme auf den Klimaschutz? Ein Journalist fragte einen SUV-Besitzer, warum er dieses Auto gekauft habe, die Antwort lautete lapidar: „Weil ich es mir leisten kann!“

Klimakiller Numero 3, die Braunkohlenkraftwerke

Kohle-Kraftwerk.jpg Es sind die spektakulären Zwischenfälle im Hambacher Forst, die im ganzen Land bekannt wurden. Die Öffentlichkeit wurde hellhörig, warum die Aktivisten gegen den Widerstand des großen Polizei-Aufgebots den traurigen Rest vom einstmals großen Wald gegen die Abholzung retten wollen, um so den Raubbau der Braunkohle zu stoppen. Die NRW-Regierung brachte über 4000 Polizisten gegen die Aktivisten zum Einsatz auf, um den Hambacher Forst von den Idealisten zu „säubern“!
So macht die von der CDU-geführte NRW-Regierung unter Ministerpräsident Armin Laschet den Weg frei für den Energiekonzern REW, der den Braunkohle-Abbau aus Profitgier fortsetzen will. Nach den Plänen dieser gewissenlosen Klientel sogar bis weit in die 2040er Jahre hinein, damit die alten, anachronistischen Kraftwerke, besser gesagt: Dreckschleuder, weiterhin CO² in die Luft blasen können. Auf diese Weise soll der dringend notwendige Klimaschutz bis zum St. Nimmerleinstag „vertagt“ werden.

Mit Weisungen von „oben“, also der NRW-Regierung mit Billigung der Bundesregierung, wird hier der Klimaschutz ausgebremst und ad absurdum geführt
!

Warum sich die CDU-Politiker so vehement für die RWE Belange einsetzen, erklärt sich, wenn man bedenkt, dass z.B. der hochrangige CDU-Abgeordnete Gregor Golland auf der Gehaltsliste von RWE mit einem Salär jährlich von bis zu 120.000 Euro steht (Quelle: "abgeordnetenwatch.de"). Man muss befürchten, dass weitere Politiker vom „Gönner“ RWE bezahlt werden!

Inzwischen hat das Oberverwaltungs-Gericht Münster die Rodung im Hambacher Forst vorläufig gestoppt, bis die Kohlekommission eine Entscheidung getroffen hat. Prompt ruft das Urteil eine Gegendemonstration der RWE-Kumpel auf den Plan, die um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Befeuert wird die Kumpel-Demo zusätzlich vom NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, der sich vordergründig, Arm in Arm mit der Gewerkschaft, für die Interessen der Arbeiter einsetzt. Eindeutig hat Herr Laschet sich für die Belange des RWE-Konzerns instrumentalisieren lassen, als er zusammen mit seinem Innenminister Herbert Reul den Großeinsatz der Polizei gegen die Umwelt-Aktivisten im Hambacher Forst vorging. Sein „tiefes Mitgefühl“ für die Kumpel ist da eine ziemliche Heuchelei!

Ein Arbeitsplatz-Abbau ist bei evtl. Stilllegung der Braunkohlekraftwerke überhaupt nicht von Nöten, denn 1. könnten ältere Mitarbeiter mit einer Abfindung in den Vorruhestand gehen; und 2. könnten die jüngeren bei der Renaturalisierung der geschändeten Landschaft eingesetzt werden! RWE ist vertraglich an die Renaturalisierungsarbeiten gebunden und diese gehen auch nicht kurzfristig zu Ende. Alle Aufregungen um Verlust der Arbeitsplätze bei RWE sind daher Theaterdonner!

Wie soll da bei diesem Hick-Hack in einem relativ kleinen Raum der Umweltschutz funktionieren?

Klimakiller Numero 4, die Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrt-Schiff_1.jpg
In einem Wirtschafts- und Wahrheitscheck wurde jüngst die Frage aufgeworfen: Verursachen 340 Kreuzfahrtschiffe mehr Dreck als alle Autos der Welt? Seeschiffe sind Dreckschleudern, die Kreuzfahrten eine Pest für die besuchten Küstenstädte. Gerne wird diese Behauptung mit einem Vergleich garniert: Die 15 größten Schiffe machen mehr Dreck als alle Autos der Welt zusammen. Das klingt spektakulär, aber stimmt es auch?
Die Behauptung geht auf ein Zitat zurück, das der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) schon 2012 verbreitet hat, zum Auftakt seiner Kampagne: "Mir stinkt’s – für eine saubere Kreuzschifffahrt". Es lautete wörtlich: "Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit."
Diese Behauptung, Seeschiffe im Vergleich mit dem weltweiten Autobestand stimmt schon mal nicht, denn 2012 war der Autobestand bereits auf 1,25 Milliarden angestiegen. Trotzdem hat der Nabu recht: Schiffe sind tatsächlich für einen großen Teil der Schwefeloxid-Emissionen verantwortlich.

In 2018 beträgt, wie im obigen Kapitel „Klima Killer Auto“ bereits erwähnt, der weltweite Autobestand bereits 1,27 Milliarden Autos, die einen immensen Ausstoß von Schadstoffen, CO², verursachen! Nichts desto trotz ist es richtig, dass die Kreuzfahrtschiffe als Treibstoff Schweröl verwenden, die ungefiltert die Luft verpesten! Selbst wenn sie im Hafen vor Anker sind, laufen die Dieselmotoren zur Stromerzeugung weiter, weil der Strom, den sie vom Hafen bekommen könnten, ihnen zu teuer ist!

Tausende Passagiere entströmen einem Kreuzfahrtschiff, wenn sie in einem Hafen an Land gehen. Dabei laufen die Riesen der Meere nicht nur große Welthäfen, sondern auch kleinste Häfen wie z.B. die Kanarische Insel Gomera an. Bei ihren Landgängen verzehren die Touristen kaum etwas, weil sie bereits an Bord den „all included service“ des Schiffes genießen! Wenn sie etwas hinterlassen, ist es meistens Müll, den die einheimischen selbst haben! Die Touristen bringen den Inselbewohnern kaum Gewinn, höchstens Unannehmlichkeiten!

Kreuzfahrtschiff-Venedig.jpg Einen wirklichen Eindruck des vom Massentourismus gebeutelten Venedig bekommt man, wenn man vom überfüllten Markus Platz aus unvermittelt den riesigen Bug eines Kreuzfahrtschiffes erblickt! Das ist ein schockierender Anblick Venedigs, das (noch) zum Weltkulturerbe gehört!

Überhaupt setzt der Massentourismus dem jetzt schon maroden Venedig mächtig zu. Laut der Kommune beherbergt die italienische Stadt ca. 10 Millionen Gäste pro Jahr in Hotels und Pensionen. Zu den 260.000 Einwohnern kommen 14 Millionen Tagesgäste, die meisten davon mit Kreuzfahrtschiffen.

Die Venezianer sind genervt über das Gedränge und auch das Verhalten der Touristen. Sie verbreiten Flugblätter mit der Aufschrift: "tourists go away!!! you are destroying this area!" (Touristen geht weg, ihr macht diesen Ort kaputt)! Plakate mit diesem Text kleben an Wänden nahe der Kirche San Giovanni in Bragora, berichtete der "Corriere del Veneto".

Kommen Touristen nach Venedig, weil sie ahnen oder glauben, dass die Stadt im Wandel des Klimas auf Dauer in der Lagune versinken wird?

Klimakiller Numero 5, Methan-Gas

3-Kühe.jpg Ein großer Teil des terrestrischen Methans wird durch Mikroorganismen gebildet: Beim Faulen organischer Stoffe unter Luftabschluss in Sümpfen oder im Sediment auf dem Grund von Gewässern. Diese Methangase sind Oberflächen nah, es kommt aber auch in tieferen Lagen vor, z.B. bei der Steinkohle- oder Erdölförderung. Wo man das Vorkommen von Methangas aber am wenigsten erwartet, ist aber die Massentierhaltung von Rindern.

Rinder sind nicht besonders umweltfreundlich: Sie rülpsen und furzen große Mengen Methan aus, ein am Klimawandel beteiligtes Treibhausgas. Forscher warnen, dass ihr schädlicher Einfluss immens steigen könnte. Im Fachjournal „Biogeosciences“ ist zu lesen, das wegen des steigenden Fleischbedarfs global immer mehr Rinder gehalten werden. Ein Hausrind stößt täglich etwa 150 bis 250 Liter Methan aus. Derzeit werden weltweit etwa 1,5 Milliarden der Tiere gehalten. Das Gas ist in der Wirkung des Klimawandels nicht zu unterschätzen, Methan ist als Treibhausgas in der Atmosphäre 25 Mal so wirksam wie Kohlendioxid und macht daher einen substanziellen Teil des menschengemachten Treibhauseffekts aus.

Methan-Krater.jpg Eine viel größere Menge an Methan lagert als Gefahrenquelle in Nord-Sibirien, wo zig-tausende Gasblasen, dicht an der Oberfläche, von Forschern beobachtet wurden. Sie bilden Bodenwellen, tritt man auf eine Bodenwelle, beginnt sie zu wabern! Mit offenem Feuer dürfen die Forscher nicht agieren, denn Methan ist im Gemisch mit Luft hochentzündlich! Explodiert eine Gasblase, dann hinterlässt sie einen 60 Meter breiten und 70 Meter tiefen Krater!

Die Ursache für die Gasblasen ist bisher unklar. Eine Vermutung ist, dass die Bodenwellen mit dem Abtauen des Permafrostes der sibirischen Tundra zusammenhängen. Das Abtauen wiederum ist eine Folge des Klimawandels und des dadurch bedingten Temperaturanstiegs. Weiteres Abtauen des Permafrostes würde alle Gasblasen zum Platzen bringen und Unmengen von Methan freisetzen, die in Folge als Treibhausgas den Klimawandel extrem forcieren würden! Das wäre der Auftakt zur Apokalypse!

Warnung vom Wissenschaftler Stephen Hawking

Der kürzlich verstorbene US-Amerikaner Stephen Hawking war wohl der berühmteste Wissenschaftler unserer Zeit! Er hat eine Mahnung und zugleich eine dringende Warnung hinterlassen. In einem Interview der BBC sagte der Wissenschaftler unter anderem: „Wir stehen kurz vor einem entscheidenden Punkt, an dem die Klimaerwärmung unumkehrbar wird", so der Astrophysiker. „Trumps Entscheidung, das Pariser Klimaschutzabkommen verlassen, könnte die Erde wie Planet Venus werden lassen: Temperaturen von bis zu 250 Grad Celsius und es regnet Schwefelsäure."

Der theoretische Physiker Stephen Hawking ist nicht nur bekannt für seine Genialität, sondern auch für seine düstere Prophezeiungen, was die Zukunft unseres Planeten angeht. Hawking ist etwa der festen Überzeugung: Innerhalb der nächsten 1000 bis 10000 Jahre soll die Menschheit ausgelöscht sein — wenn wir denn weiterhin auf der Erde bleiben.

Fazit:

Mit Stephen Hawkings drastischen Mahnungen und Warnungen wäre eigentlich alles zum Thema Klima- Wandel und Schutz gesagt. Doch wenn man den gesunden Menschenverstand über die Mentalität des Menschen selbst walten lässt, kommt man zu ähnlichen Schlussfolgerungen.

Betrachtet man das Verhalten des Menschen mit seinen Eigenschaften und Zielen im Allgemeinen, so kommt man zu dem Ergebnis, dass die Spezies Mensch doch mehr oder weniger sehr intelligent ist und wichtige Entscheidungen treffen kann, aber im großen Kollektiv, wie etwa im Bienen- oder Ameisen-Staat, ein Versager wäre! Nur deshalb, weil die meisten Menschen in ihren Genen die Eigenschaften „Gier“, „Egoismus“ „Besitz“ und „Machtanspruch“ von den Ur-ur-ur-Primaten geerbt haben, die ein wirklich gemeinsames, total untergeordnetes, globales Zusammenwirken blockieren! Die Folge, die genannten negativen Adjektive der Menschheit führen dann letztendlich und unweigerlich zum Klima-Kollaps auf der Erde!

Die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der jetzigen Generationen wäre, sofort mit dem Klimaschutz zu beginnen, damit in Zukunft dieses traurige Szenario nicht eines Tages Wirklichkeit wird! Das dürfen wir unseren Nachkommen auf keinen Fall zumuten, dass sie früher oder später statt eines blauen Planeten eine lebensfeindliche Erde vorfinden und ihr Schicksal damit besiegelt ist!!

Siehe auch im Archiv 2003 den Artikel Klima-(kterium)
Friedhelm Rubach

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