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Aktuelles Ratgeber-Thema:
PC-Notfälle: Fehler im Windows-Start beseitigen

Eine fehlerhafte Konfiguration kann den Start von Windows ebenso verhindern wie defekte Startdateien. Da gilt es, Fehler beim Booten zu beseitigen.

Sie schalten den PC ein, die Meldungen vom BIOS erscheinen, aber Windows startet nicht. Blackscreen311x185.jpgSie sehen lediglich einen schwarzen Bildschirm mit Meldungen wie "Boot Disk Failure", "NTLDR fehlt" oder "Bootmgr is missing". In diesem Fall findet das BIOS keine startfähige Festplatte, die Festplatte ist defekt oder die Windows-Startumgebung ist beschädigt. Dieser Artikel liefert Infos zur Fehlerdiagnose und Tipps zur Reparatur der Windows-Startdateien. Bevor Sie zur Tat schreiten, entfernen Sie alle für den Betrieb nicht erforderlichen Geräte vom PC. Manchmal behindern auch USB-Sticks oder externe Festplatten den Windows-Start.

1.) Die richtige Boot-Reihenfolge im BIOS prüfen
Gehen Sie in das BIOS des PCs. Dazu drücken Sie kurz nach dem Einschalten die Taste Entf. (Del), F2 oder ESC. Die richtige Taste wird oft im BIOS-Startbildschirm angezeigt, andernfalls sehen Sie im Handbuch nach. Suchen Sie zuerst nach dem Menüeintrag, über den Sie sich die Festplatten anzeigen lassen können, beispielsweise "ATA Port Information". Prüfen Sie, ob hier die Startfestplatte auftaucht. Wenn nicht, öffnen Sie das Gehäuse des PCs und prüfen Sie die Kabelverbindungen zur Festplatte. Sollte auch das nicht helfen, bauen Sie die Festplatte aus und testen Sie sie an einem anderen Rechner oder in einer USB-Docking-Station. Wird die Platte auch hier nicht erkannt, liegt wahrscheinlich ein Festplattendefekt vor.
Wenn die Festplatte im BIOS auftaucht, gehen Sie auf den Menüpunkt, über den sich die Boot-Reihenfolge festlegen lässt, etwa auf "BIOS Features". Hier muss die Systemfestplatte an erster Stelle stehen. Ändern Sie die Reihenfolge gegebenenfalls und speichern Sie die Änderung. Hat auch das keine Wirkung, lesen Sie in, Punkt 3 weiter.

2.) Boot- und Stabilitätsprobleme bei SSDs
Grundsätzlich verhält sich eine SSD aus Sicht des BIOS und beim Windows-Start nicht anders als eine Festplatte. Allerdings sind SSDs immer noch eine relativ neue Technik, die mit etlichen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Bei einigen Modellen klagen Anwender etwa über häufige Bluescreens und Windows-Startprobleme. Ursache sind fast immer Fehler in der SSD-Firmware. Sehen Sie bei Problemen beim Herstellen nach, ob es ein Update gibt. Bevor Sie dies über die angebotene Boot-CD durchführen, schalten Sie im BIOS den SATA-Modus von „AHCI“ auf „IDE“. Sonst funktioniert das Update nicht. Stellen Sie den Modus danach wieder zurück, sonst kann Windows nicht starten.

UEFI-PC reparieren
Es gibt jedoch einen BIOS-Kompatibilitätsmodus, sodass sich auch ältere Betriebssysteme weiterhin installieren lassen. Bei UEFI gibt es keinen Master Boot Record (MBR) mehr. Die auf Seite 2 beschriebene manuelle Reparatur der Windows-Boot-Umgebung hat hier deshalb keinen Sinn. Windows richtet bei der Installation eine 100 MB große EFI-System- Partition (ESP) ein. Darin befindet sich im Verzeichnis \EFI\Microsoft\boot der BootManager in der Datei bootmgfw.efi. Ein UEFI-PC startet den Bootmanager auch nicht mehr durch Konfigurieren der Systemfestplatte wie unter, Punkt 1 beschrieben. Stattdessen gibt es im Boot-Menü des PCs den Eintrag „Windows Boot Manager“, der auf die ESP-Partition verweist. Taucht dieser Eintrag nicht auf, lässt sich Windows nicht mehr starten.

Für die Reparatur müssen Sie den Rechner von einer 64-Bit-Windows-Installations-DVD starten. Aktivieren Sie das BIOS-Menü für die Auswahl des Laufwerks mit dem Betriebssystem. Zumeist müssen Sie dazu die Taste F8, F10 oder ESC drücken. Im Boot-Menü sollte jetzt vor dem Eintrag des DVD-Laufwerks „UEFI:“ stehen. Wählen Sie diesen Eintrag aus. Die Reparatur klappt nur, wenn Sie Windows von der DVD im UEFI-Modus starten. Klicken Sie auf „Weiter“ und danach auf „Computerreparaturoptionen“. Gehen Sie nun so vor, wie unter, Punkt 4 für den Windows-7-Reparaturdatenträger beschrieben.


Partition mit Windows-DVD bearbeiten

3.) Boot-Partition aktiv setzen
Bei einer Meldung wie "Boot Disk Failure" oder ähnlich befindet sich vielleicht keine Festplatte mit aktiver Partition im PC. Hier hilft eine beliebige Windows-7- oder -8-Installations-DVD. Sollte Letztere nicht verfügbar sein, erstellen Sie auf einem anderen PC einen Windows-Reparaturdatenträger. Dazu drücken Sie Win-R, geben sdclt ein und klicken auf „OK“. Klicken Sie auf der linken Seite auf "Systemreparaturdatenträger erstellen".

Partition mit Windows-DVD bearbeiten: Booten Sie von der Windows-Installations-DVD. Wenn Sie das Fenster „Windows installieren“ sehen, drücken Sie Shift-F10. Dann erscheint ein Fenster der Eingabeaufforderung. Beim Windows-Reparaturdatenträger klicken Sie auf „Weiter“, wählen die Option „Stellen Sie den Computer mithilfe eines zuvor erstellten Systemabbilds wieder her“ und klicken auf „Weiter“. Im folgenden Dialog klicken Sie auf „Abbrechen“ und daraufhin noch einmal auf „Abbrechen“. Dann klicken Sie auf „Eingabeaufforderung“

Tippen Sie diskpart ein und bestätigen Sie per Enter-Taste. Mit dem Befehl list volume lassen Sie sich die Partitionen anzeigen. Sie sehen dann beispielsweise die Zeile „Volume 0 C System-rese NTFS Partition 100 MB“ für die Windows-Boot-Partition. Geben Sie select volume 0 ein, wobei Sie „0“ durch die bei Ihrem PC angezeigte Volume-Nummer ersetzen. Mithilfe des Befehls active setzen Sie die Partition aktiv. Wenn Sie daraufhin noch einmal den Befehl list volume verwenden, sehen Sie ein Sternchen vor der jetzt aktiven Partition. Beenden Sie Diskpart mit dem Befehl exit und starten Sie den PC neu.

Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Windows-Start sollten damit gegeben sein. Für den Fall, dass es immer noch nicht klappt, lesen Sie unter Punkt 4 weiter.

4.) Windows-Boot-Umgebung reparieren
Windows benötigt nicht nur eine aktive Partition, sondern auch die Dateien des Boot-Managers. Sind diese nicht vorhanden oder beschädigt, erscheinen in der Regel Meldungen wie „NTLDR fehlt“ oder „Bootmgr is missing“. Windows 7 und 8 verwenden außerdem eine Datenbank, in der die Startkonfiguration abgelegt ist (BCD, Boot Configuration Data). Eine fehlerhafte Konfiguration oder Defekte im Dateisystem können den Windows-Start verhindern.

XP-Nutzer brauchen eine Windows-CD, die auf demselben Service-Pack-Level ist wie die Installation. Davon starten Sie dann den Rechner. Im Setup-Programm drücken Sie zunächst Enter, dann findet es Ihre Windows-XP-Installation. Drücken Sie danach die Taste R, um die Reparatur zu starten. Benutzer von Windows 7 oder 8 benötigen eine Windows-Installations-DVD oder einen Windows-Reparaturdatenträger wie unter Punkt 3 beschrieben. Für die Reparatur der Boot-Umgebung muss die Version der DVD mit derjenigen des installierten Systems identisch sein. Den Windows-8-Reparaturdatenträger benutzen Sie ähnlich wie den von Windows 7. Über „Problembehandlung, Erweiterte Optionen“ rufen Sie „Automatische Reparatur“ oder „Eingabeaufforderung“ auf.

Mit einem Windows-7-Reparaturdatenträger geht die Reparatur beispielsweise so: Booten Sie den PC von der Reparaturdatenträger-DVD und klicken Sie auf „Weiter“. Wahrscheinlich findet das Systemwiederherstellungsprogramm einen Fehler und meldet „Probleme mit den Startoptionen des Computers“. Klicken Sie auf „Reparieren und neu starten“. Das Problem ist damit aber in den meisten Fällen noch nicht behoben. Starten Sie den PC erneut vom Reparaturdatenträger. Klicken Sie auf „Weiter“ und wählen Sie die defekte Windows-Installation aus, wenn mehrere vorhanden sein sollten. Klicken Sie auf „Weiter“, dann auf „Systemstartreparatur“ und abschließend auf „Fertig stellen“.

Quelle: PC-Welt 26.5.2013 - Thorsten Eggeling

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